|
|
Unbenanntes Dokument
|
|
|
|
| Schon an seinem 16. Geburtstag hat Marat Schacht angefangen, an ersten Songs zu basteln. Mittlerweile – etwa sechs Jahre später - ist sein Keyboard längst gegen PC, Hardware-Synthesizer und Software-Module eingetauscht worden und sein erstes Album steht kurz vor der Veröffentlichung. Wie es dazu kam? Wir haben "Mr. Magneto" gefragt. |
|
|
 |
| |
Mr. Magneto: Selfmade-Produzent im Profil |
|
| |
|
| |
nordmusic: Schon bevor du angefangen hast, Musik zu produzieren, hast du als DJ gearbeitet. Gibt es einen Gig, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Marat Schacht: Wegen meines Studiums habe ich momentan wenig Zeit fürs DJing, aber ein bisheriger Höhepunkt war sicher „Schranz am Schwanz“ im Sommer 2006. Das Ganze fand an einer abgelegenen Grillhütte vor sehr kleinem Publikum statt, war aber ein ganz besonderes Erlebnis. Die Atmosphäre war so viel besser als bei einem anonymen Publikum von 10.000 Menschen, deren Gesichter man nicht erkennen kann, weil sie so weit weg sind.
nordmusic: Wie hast du dann auch den Einstieg als Produzent geschafft?
Marat Schacht: Über Internet-Plattformen, auf denen viele verschiedene Musiker ihre Musik hochladen und die von anderen anhören und bewerten, hab ich anfangs am meisten Gehör gefunden. Es ist wichtig, sich mit anderen über die Musik auszutauschen und Tipps anzunehmen. Außerdem habe ich dort viele gute Musiker kennen gelernt, mit denen ich heute befreundet bin.
nordmusic: Dort hast du ja auch Jan Martin aus Hamburg kennen gelernt, mit dem du gerade an einem neuen Album arbeitest. Wie funktioniert das gemeinsame Produzieren denn bei der Entfernung?
Marat Schacht: Wir treffen uns meistens in ICQ und wenn jemand das Stichwort gibt, geht eine Art Contest los: Jeder hat eine Stunde Zeit, um einen Track zu entwickeln. Dann hören wir uns die neuen Sachen an, tauschen Ideen und Kritik aus und wenn eine Song-Idee richtig gut ist, kommt sie in unseren Album-Pool. Später suchen wir die besten Sachen daraus aus, arbeiten noch ein wenig daran und entwickeln einen vollständigen Track.
nordmusic: Einen Vorgänger dieses geplanten Albums hast du ja bereits vor kurzem unter dem Mochicoprimo!Label von Eddie Amador herausgebracht. Wie kam es dazu?
Marat Schacht: Auf der Nature One 2005 hat er mir eine Platte signiert mit den Symbolen für „Love“, „Peace“ und „House“. Diesen Titel hab ich dann dem Track gegeben, den ich kurze Zeit später zuhause produziert hab. Ich hab Eddie das ganze zugeschickt, er war begeistert und der Rest ist Geschichte… Allerdings wurde ironischerweise später eine andere Produktion veröffentlicht.
nordmusic: Gibt es bereits Pläne für eine weitere Zusammenarbeit mit Eddie Amador und seinem Label?
Marat Schacht: Es sind einige Remixe geplant. Das Album, das ich mit Jan Martin produzieren möchte, passt allerdings vom Stil her nicht zu Eddie´s Label.
nordmusic: Woher nimmst du – wenn nicht gerade Eddie Amador persönlich den Anstoß gibt – die Ideen bzw. Inspiration für deine Tracks?
Marat Schacht: Besonders gute oder auch mal besonders schwierige Erlebnisse in meinem Leben geben mir häufig Energie, die ich dann in meine Produktionen übertragen kann. Meine besten Tracks entstanden allerdings nach besonders guten Parties, die mich am Tag danach noch immer gepusht haben.
nordmusic: Wo produzierst du deine Musik?
Marat Schacht: Ich hab ein kleines Homestudio, in dem ich weder zeitlich noch finanziell unter Druck stehe, das ist mir sehr wichtig. Das habe ich mir zum größten Teil während meiner Zivi-Zeit mit Hardware-Synthesizer, Effektgeräten, Sofware-Modulen und so weiter eingerichtet.
nordmusic: Wie geht’s dann weiter mit einem Track, den du dort produziert hast?
Marat Schacht: Ich schicke meine Musik dann an Kollegen, die mir ein Feedback, manchmal Tipps und zusätzliche Ideen geben. Wenn ich dann nach einigen Tagen oder Wochen ein wenig Distanz zu dem Stück habe, beschäftige ich mich noch mal damit und arbeite Feinheiten heraus. Dann kann man den Track an Labels schicken und auf ein Angebot hoffen. Befreundeten DJ´s gibt man auch noch eine Kopie, um zu testen, wie das Ganze beim Publikum ankommt und ob man den Track gut in einem Mix integrieren kann.
nordmusic: Gibt es jemanden, den du als dein musikalisches Idol bezeichnen würdest?
Marat Schacht: Ich finde es gibt so viele gute Produktionen, dass ich niemanden besonders hervorheben kann. Wenn man mit der Musik anfängt, braucht man zwar schon jemanden, an dem man sich ein wenig orientieren kann. Aber je mehr man seinen eigenen Stil findet, desto weniger ist man darauf angewiesen. Vorbild ist für mich jemand, der das erreicht hat, was bislang für mich noch das ganz große Ziel darstellt: den eigenen Stil zu perfektionieren und irgendwann vom Musikmachen leben zu können.
nordmusic: Du hast ja schon einige Schritte in Richtung dieser Ziele gemacht. Welchen Rat würdest du Anfängern geben, die nun da stehen, wo du 2000 angefangen hast?
Marat Schacht: Manchmal habe ich zwar das Gefühl, dass ich selbst noch am Anfang bin und einiges zu lernen habe, aber ich denke es ist immer wichtig, sich in die eigene Musik nicht reinreden zu lassen. Neues kann man nur kreieren, wenn man seine Ziel und Vorstellungen verfolgt und seinen eigenen Weg geht.
nordmusic: Vielen Dank für das Interview! |
| |
(JS) |
|
|
|
| |
|
|
| |
Künstler: |
Marat Schacht |
| |
Interviewer: |
nordmusic |
| |
|
|
|
| |
:: Links zu diesem Artikel :: |
|
|
|
|
|
 |
:: Eventkalender :: |
|
| |
|
|